Unsere Gemeinde
Topographisch liegt unsere Gemeinde am östlichen Rand des Dunkelsteinerwaldes zum Traisental. Wir grenzen unmittelbar an die Stadtgemeinde Herzogenburg an. Die Landeshauptstadt St. Pölten liegt rund 15 km südlich, Krems ca. 15 km nördlich von uns. Die Seehöhe von Inzersdorf-Getzersdorf erstreckt sich von 220 m.ü.A. an der Traisen bis 430 m.ü.A. an der nordwestlichen Grenze zu Nußdorf.
Die einzelnen Orte Anzenberg, Getzersdorf, Inzersdorf, Walpersdorf und Wetzmannsthal wurden so um das Jahr 1000 n. Chr. besiedelt.
Wie unsere Gemeinde entstand:
Vor 1848 gingen alle Macht und aller Einfluss auf das Gemeinschaftsleben von den Grundherrschaften aus. Sie regelten auch die verschiedenen Lebensbereiche und das Alltagsleben der einzelnen Menschen. Für unsere Gemeinde und viele Orte der Umgebung war die Schlossherrschaft Walpersdorf bestimmend.
Erst nach einer Revolution im Jahre 1848 wurde die Gerichtsbarkeit von den Bezirksgerichten übernommen. Für die Ortschaften wurden ab dieser Zeit Gemeindeverwaltungen und Bürgermeister zuständig.
1850 wurden in Inzersdorf und Getzersdorf selbständige Gemeinden gebildet. Das Gemeindegebiet von Getzersdorf bestand nur aus dem Ort selbst. Zur Gemeinde Inzersdorf ob der Traisen gehörten die Orte Inzersdorf, Anzenberg, Walpersdorf, Wetzmannsthal und Theyern.
Nach dem ersten Plan der Landesregierung sollten in Niederösterreich 489 Großgemeinden entstehen. Die Bevölkerung wollte aber kleinere Gemeinden. Tatsächlich wurden von der Regierung die Wünsche weitgehend berücksichtigt und es wurden dann 1.520 Gemeinden gebildet.
Ursprünglich sollte auch Statzendorf an die Gemeinde Inzersdorf angeschlossen werden. Die von 1850 bis 1863 selbständige Gemeinde Getzersdorf wurde mit Inzersdorf vereinigt. Der 2. Bürgermeister der zusammengelegten Gemeinde war auch aus Getzersdorf. Er hieß Leopold Walter.
Die Ansuchen der Bewohner von Getzersdorf und Theyern um Abtrennung von Inzersdorf wurden in den Jahren 1873 und 1883 abgewiesen. Erst 1919 wurde Getzersdorf wieder eine eigene Gemeinde. 1955 wurde Theyern von Inzersdorf abgetrennt und nach Nußdorf eingemeindet.
Im Jahre 1970 beschlossen die Gemeinderäte von Inzersdorf und Getzersdorf die Zusammenlegung der beiden Gemeinden. Der Name der vereinigten Gemeinde sollte Inzersdorf-Getzersdorf lauten.
Nähere Informationen über die Geschichte der einzelnen Katastralgemeinden, Schloss Walpersdorf, etc. können in den Heimatkundeblättern der Gemeinde nachgelesen werden.
Textauszüge aus dem Heimatkundeblatt der Gemeinde
Verfasst von Herrn Leopold Helm
Wie unsere Gemeinde die Kriege zu spüren bekam
Seit der Gründung der Orte in unserer Gemeinde bis zum letzten großen Weltkrieg hatten die Bewohner immer wieder unter Kriegen zu leiden. Um sich vor Feinden zu schützen, wurde daher früher eine befestigte Burg errichtet, in die die Bewohner bei Gefahr flüchten konnten. Da aber die Waffen immer verbessert und dadurch wirksamer wurden, mussten auch die Burgen verstärkt werden. In unserer Gemeinde ist nur die Burg in Walpersdorf bestehen geblieben. Sie wurde zu einem mächtigen Wasserschloss ausgebaut.
Im Krieg gegen Ungarnkönig Matthias Corvinus (1477 bis 1490) war Walpersdorf ein wichtiger Stützpunkt der Verteidigung.
Immer wieder wurden der armen Bevölkerung Vieh, Getreide, Heu, Stroh, Bettzeug, Einrichtungsgegenstände u.a. gewaltsam weggenommen.
Im 30-jährigen Krieg (1618 bis 1648) war die Bevölkerung auch zu ständigen Kriegslieferungen an Soldatenregimente in anderen Orten verpflichtet, sonst musste mit noch ärgeren Gewalttätigkeiten gerechnet werden. Der Krieg nahm vielen Bewohnern Häuser und Besitz – er brachte dagegen Seuchen und die Pest, die fast immer als Begleiterscheinung des Krieges auftrat. Vor allem nach dem Pestjahr 1645 waren ganze Ortschaften entvölkert.
1683 fielen wieder die Türken ein und brachten ungeheures Leid. Es gab nur wenige Familien, in die der Tod oder grausame Gefangenschaft keine Lücke rissen.
Im Krieg gegen den Franzosenkaiser Napoleon (1805/1806) waren bei uns zunächst mit unserem Land verbündete russische Soldaten einquartiert. Für sie musste Verpflegung beschafft werden. Die feindlichen Franzosen kamen von St. Pölten in unsere Gemeinde. Außer dass sich die Feinde von uns den ganzen Winter verpflegen ließen, plünderten sie alles, was ihnen unterkam.
1. Weltkrieg von 1914 bis 1918
Am 31. Juli mussten alle wehrfähigen Männer aus unserer Gemeinde in den Krieg ziehen. Nach dem Segen in den Kirchen wurden die Einberufenen von den Zurückgebliebenen feierlich verabschiedet.
Es kamen gefangene Polen, Russen, Franzosen und Engländer ins Schloss Walpersdorf. Sie mussten in den Schottergruben und auf den Feldern arbeiten, oder Strohschuhe flechten. 1916 wurde eine Kriegskompanie österreichischer Soldaten in Walpersdorf ausgebildet.
2. Weltkrieg von 1939 bis 1945
Von Beginn an erhielt man Lebensmittel nur auf Karten. Die Schüler mussten immer wieder Tee- und Heilkräuter sammeln (Brombeer- und Erdbeerblätter, Misteln, Kastanien, Huflattich, Zinnkraut, Ackerstiefmütterchen, Thymian, Haselnussblätter, Brennesseln, u.a.). Jeder Schule war eine bestimmte Sammelmenge vorgeschrieben. Immer wieder gab es Sammlungen von Metall und anderen Stoffen (Kupfer, Messing, Altpapier, Schweineborsten, Schuhe, Lumpen, etc.), die im Krieg verwertbar waren. Aber auch Geldsammlungen wurden durchgeführt.
Auch das Schloss Walpersdorf hatte wieder wie im 1. Weltkrieg Soldaten und Flüchtlinge aufzunehmen. Auch die Gasthäuser, Pfarrhöfe, viele private Häuser und die Schule in Inzersdorf mussten Soldaten aufnehmen. 1943 wurde das Schloss Walpersdorf zu einem Kriegslazarett für kranke und verwundete Soldaten.
Knapp vor dem Ende des Krieges wurde auch unsere Gemeinde selbst zum Kriegsgebiet. Für die Gemeindebürger folgten nun noch schwerere Zeiten, in denen es immer wieder Raub und Plünderungen gab. Am 8. Mai 1945 ging dieser Schlimmste aller Kriege zu Ende.
Entstehung von Schloss Walpersdorf
Das mächtige Renaissanceschloss Walpersdorf – das imposanteste Bauwerk in der Gemeinde – vermittelt mit seiner wehrhaften baulichen Anlage einen Eindruck von der ereignisreichen Vergangenheit des Ortes:
Einer der damals reichsten Adeligen des Landes, Freiherr Helmhard Jörger, der sogar dem Kaiser Geld geliehen hatte, baute 1572 bis 1619 das damals kleine Schloss Walpersdorf zu einem stattlichen Renaissancebau aus. Dazu gehören Verwalterhaus, Försterwohnung neben dem Rittersaal, der „Rote Hof“ mit dem Gartenturm sowie der Wassergraben, welcher früher mit Wasser gefüllt war und sowohl der Verteidigung als auch der Fischzucht diente. Der Baubeginn 1577 ist an den vier Säulen des Einganges angegeben. Die Jahreszahl 1619 auf einem Kamin des Roten-Hofgebäudes bezeichnet das Ende des Umbaues.
Um 1590 wurde auch die Schlosskapelle als protestantisches Bethaus errichtet. Auch der Meierhof, die Umfassungsmauern, die Tore, der Prangerritter auf der steinernen Säule mit dem Schild und dem Jörgerwappen, wurden in dieser Zeit aufgebaut.
Später, als sich die Jörger in der Zeit der Glaubensspaltung an einem Umsturzversuch gegen Kaiser Ferdinand II. beteiligten, verloren sie ihre Besitzungen.
Daraufhin wurde Kaiserin Eleonora im 30-jährigen Krieg Eigentümerin des Schlosses, in dem sie sich auch gerne aufhielt.
Das heutige Aussehen erhielt das Schloss in der Zeit um 1670 durch Graf Georg Ludwig Sinzendorf. Von ihm stammen der Rittersaal, die Verbindungsteile zwischen Schlosskapelle und Schlossgebäude, die Lorettokapelle, der Umbau der Schlosskapelle und der Fasangarten außerhalb des Ortes. Die fünfeckigen Türme, in denen Fasane gezüchtet wurden, erhielten prächtige Kamine im sogenannten venezianischen Baustil.
Im Rittersaal entstand das erste planmäßig angelegte Industrieunternehmen des Landes, eine Seidenweberei. Die Büsten oberhalb der Fenster an der Außenseite des Rittersaales stellen die römischen-deutschen Kaiser und Könige aus dem Hause Habsburg dar.
1689 wurde die Fürstin Maria Antonia Montecuccoli Besitzerin von Schloss Walpersdorf. Die gutherzige Fürstin stiftete zwei Klöster in St. Pölten, das Kloster und die Kirche der Karmeliterinnen und das Franziskanerkloster am Rathausplatz. Aber auch in Walpersdorf trat sie durch Freigebigkeit und Mildtätigkeit hervor. Da die Fürstin keine Kinder hatte, bestimmte sie ihre nächsten Verwandten, die Grafen Colloredo-Wallsee, 1738 als Erben von Walpersdorf und den dazugehörigen Besitzungen.
1898 erbte Graf Franz Falkenhayn Schloss Walpersdorf. Er war nach der Gründung der Hilfsgemeinschaft des Roten Kreuzes durch Henry Dunant langjähriger Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes. Durch ihn kam der Rettungs- und Krankentransport, der vorher nur als Hilfe für Soldaten gedacht war, auch allen anderen Personen zugute. Für dieses großartige Werk ehrte ihn Kaiser Franz Josef mit dem Orden vom Goldenen Vlies. Nach seinem Tod 1898 erhielt die letzte Falkenhayn, Gräfin Maria, die Herrschaft vom Schloss.
Gräfin Maria Theresia Ledochowska, eine Jugendfreundin der Gräfin Falkenhayn, gründete 1894 den Schwesternorden vom heiligen St. Petrus Claver in den Gräfin Maria Falkenhayn als Generaloberin eintrat. Der Orden setzte sich für die Afrikamission ein und bemühte sich durch Druck von Schriften um die Verbreitung des Christentums im schwarzen Kontinent. Die letzte Schlossherrin verstarb 1956 und übergab vor ihrem Tod Walpersdorf and den Missionsorden St. Petrus Claver Sodalität.
Schlosskapelle Walpersdorf
Nach der Errichtung um 1590 wurde die Kapelle um 1670 umgebaut. Sie erhielt eine gewölbte Decke mit einem Bild der Krönung Mariens. Auf dem barocken Hochaltar ist das Bild der Kreuzigungsgruppe angebracht, seitlich davon der hl. Petrus, der hl. Sebastian, der hl. Florian und der hl. Paulus. Ganz oben ist der hl. Georg dargestellt. Die drei Wappen weisen auf den damaligen Schlossbesitzer, Graf Sinzendorf, hin.
Die Lorettokapelle ist nach der Sage eine Nachbildung der ehemaligen Wohnstätte der heiligen Maria in Nazareth. An der Außenseite der Kapelle ist das Wappen der Grafen von Sinzendorf als Sonnenuhr aufgemalt.
Traisental – Weinbau in unserer Gemeinde
Die Kelten waren es, die diesem bezaubernden Flecken Erde unserer Region in dem wir leben seinen Namen verliehen – sie nannten das rasch fließende Gewässer „Tragisa“ (die schnell Fließende). Und somit ist das Traisental einerseits das jüngste, gleichzeitig vielleicht aber auch das älteste Weinbaugebiet Österreichs.
Der malerische Landstrich, eingebettet zwischen Donaustrom und den Ausläufern des Wienerwaldes, im Süden von der Landeshauptstadt St. Pölten begrenzt, präsentiert sich das Traisental heute als eine friedliche Weinbau-Oase mit großer Tradition.
In der Landwirtschaft hat der Weinbau bei uns eine besondere Bedeutung. Urgeschichtsfunde deuten darauf hin, dass Wein schon vor den Römern bei uns angepflanzt wurde. Im Mittelalter hatten viele Kloster und Stifte in unserer Gemeinde Weingartenbesitzungen, um damit ihren Weinbedarf decken zu können. Der Wein wurde zum wichtigsten Bodenprodukt unserer Gemeinde. Die Weinmenge war bald so groß, dass es an Fässern „mangelte“.
In der Lesezeit zog der Weingartenhüter in seiner Hütte ein, von wo er nach Traubendieben Ausschau hielt. Neben der Hüterhütte wurde der Hüterbaum aufgestellt. Zwischen Inzersdorf und Getzersdorf steht heute noch die Hüterhütte aus dem vorigen Jahrhundert.
Besonders günstige klimatische und geologische Bedingungen für den Weinbau hat unsere Gemeinde mit teilweise steilen Terrassenlagen in Südost-Ausrichtung auf Lehm oder kalkhaltigen Konglomeratböden. Diese Böden bringen glasklare Weine mit lebhaften und pikantem Säurespiel in feiner Ausgewogenheit. Eine Reihe von Winzern aus der Gemeinde erreichen immer wieder bei Weinprämierungen ausgezeichnete Bewertungen.
Die rund 770 ha Anbaufläche des kleinsten Weinbaugebietes Niederösterreichs werden mit knapp zwei Drittel von der Sorte Grüner Veltliner abgedeckt. Aufgrund der vielfältigen Böden entsteht eine spannende Bandbreite von Veltlinern in unterschiedlichen Ausprägungen. Aber auch Riesling, Chardonnay, Weißburgunder, Rivaner laufen, neben diversen Rotweinreben, zu ihrer Hochform auf.
Die Weine können ganzjährig bei den gemütlichen Heurigenbetrieben mit einer guten Jause verkostet werden.
Zu Ehren der Bundesweinkönigin Karin I. (Karin Schildberger-Böck aus Getzersdorf) im Jahr 2004/05 wurde in Getzersdorf eine Ehrentafel aufgestellt.
Die Petruskirche in Inzersdorf
In Inzersdorf gab es früher zwei Kirchen. Die ältere und ursprünglich einzige war die Veit-Kirche, sie stand im heutigen Friedhof (und dient heute als Friedhofskapelle). Da aber die Unter-Inzersdorfer auch eine eigene Kirche haben wollten, ließen die Brüder Heidenreich und Meginhard von Au für sich und ihre Untertanen eine Kirchen bauen. 1140 wurde sie geweiht und zur Pfarrkirche erhoben. Um 1517 entstand an der selben Stelle eine im gotischen Baustil errichtete Kirche.
1742 wurde die alte gotische Kirche abgetragen und vom Herzogenburger Maurermeister Johann Großschopf im Barockstil neu gebaut. Nur der mittelalterliche Turm blieb in seiner alten Form stehen. Sie verfügt über ein einschiffiges und dreijochiges Langhaus sowie über einen einjochigen Chor, der innen halbkreisförmig, außen aber polygonal geschlossen ist. Bemerkenswert ist der Altarraum, der mit spätbarocker illusionistischer Scheinarchitekturmalerei ausgestattet ist. Das große Altarbild zeigt den Schutzheiligen der Kirche, den Hl. Petrus mit der Heiligen Familie. Maler war Friedrich Angst. Einige qualitative spätbarocke Kreuzwegbilder stammen aus der Schule des Kremser Schmidt.
Die beiden Weltkriege hatten auch Auswirkungen auf die Kirche. Die Glocken mussten abgeliefert werden um zu Kanonenkugeln gegossen zu werden. Nur die große Glocke aus dem Jahr 1517 blieb bis heute erhalten.
Die Michaelskirche in Getzersdorf
Die Pfarrkirche Getzersdorf, erbaut zwischen 1750 und 1756, ist ein spätbarocker, zweijochiger Saalbau mit einfacher Putzgliederung. Der Turm ist der Westfassade vorgebaut und trägt einen einfachen Barockhelm. Der Chorraum schließt das spiegelgewölbte Lanhaus halbkreisförming ab. Der freistehende spätbarocke Hochaltar hat als Altarbild die Darstellung des heiligen Michael, dem die Kirche geweiht ist. Von den beiden Seitenaltären trägt der linke das Ölgemälde der „Kreuzigung Christi“ aus der Schule des Kremser Schmidt. Die Kreuzwegbilder stammen aus der Nachfolge der Kremser Schmidt-Schule. Erwähnenswert ist ein achteckiger gotischer Taufstein aus rotem Marmor. Die Orgel baute Franz Meinl (1854).
Bürgermeister der Gemeinde ab dem 19. Jahrhundert
Inzersdorf
LECHNER Alois 1871 - 1912
HESS Hans 1912 – 1921
DEIMEL Johann 1921 – 1922
GILL Alois 1922 – 1930
SCHREFL Johann 1931 – 1932
ZEHNDORFER Franz 1932
RABL Leopold 1932 – 1938
KREISER Gustav 1938 – 1945
HUPPERT Johann 1945 – 1946
ENGELHART Josef 1946 – 1947
STAUDENMAYER Ignaz 1947 – 1950
ENGELHART Johann 1950 – 1956
NEUMAYER Karl 1956 – 1970
WIESER Johann 1970 – 1971
Getzersdorf
KÄPPL Anton 1897 – 1912
STEINER Franz 1913 – 1919
HESS Johann 1919
VOGL Josef 1919 – 1923
NEUWIRTH Franz 1923 – 1937
LEITNER N. 1938 – 1940
1940 bis 1945 fehlen die Aufzeichnungen
REITER N. 1945
NEUHOLD Josef 1945 – 1947
FÜREDER Josef 1947 – 1955
KITTEL Josef 1955 – 1980
Nach der Gemeindezusammenlegung im Jahr 1971:
KITTEL Josef 1971 – 1980
SCHRITTWIESER Johann 1980 – 1995
HASLINGER Franz 1995 – 2014
GORTH Ewald 2014 – lfd.
Das Wappen der Gemeinde
Das Wappen der Gemeinde Inzersdorf-Getzersdorf zeigt eine Weintraube und ein Wasserrad getrennt von einem blauen Band. Die Weintraube soll anzeigen, dass der Weinbau ein wichtiger Wirtschaftszweig in der Gemeinde ist. Durch das blaue Band in der Mitte soll der Traisenmühlbach mit den ehemaligen Mühlen dargestellt werden. Die heutigen Betriebe und Fabriken, die aus diesen Mühlen entstanden sind, sollen durch das Mühlrad versinnbildlicht werden. Die Farben der Gemeindefahne sind gelb-grün.
Die Verleihung des Wappens an die Gemeinde durch die Niederösterreichische Landesregierung erfolgte im Jahr 1985.
Entwicklung des Schulwesens
Die Schulchroniken berichten uns, wie in alter Zeit Unterricht erteilt wurde. So erfahren wir, dass früher Kinder oft zu Hause unterrichtet wurden. Der Schulmeister, wie damals der Lehrer genannt wurde, wanderte von Haus zu Haus, wo er unterrichtete und zeitweise auch wohnte.
Die erste Nachricht von einem Schullehrer in Inzersdorf haben wir aus dem Jahr 1541. In Getzersdorf wird uns etwas später auch der Name eines Lehrers genannt. In einer alten Schulordnung aus dem Jahr 1600 erfahren wir, was die Kinder damals lernen mussten: Lesen, Schreiben, Rechnen und schöne Gebete.
Die Schule in Getzersdorf war seit alter Zeit bis zur Schulzusammenlegung im Jahr 2014 im Haus Schulgasse 2 untergebracht.
In Inzersdorf wurde im Laufe der Zeit in verschiedenen Gebäuden unterrichtet. Das erste Schulhaus stand neben dem Friedhof (vm. Nr. 29). Das Haus diente gleichzeitig als Schule, Schulwohnung und Pfarrhof der Oberinzersdorfer Kirche zu St. Veit. 1789 wurde der Unterricht im Haus Nr. 62 gegenüber der Kirche abgehalten, bis die Schule 1872 zu klein wurde und in das Haus Nr. 60 (derzeitige Raiffeisenkasse) übersiedelte. Als aber bald der Bauzustand so schlecht wurde, plante die Gemeinde einen Schulneubau. Im Jahr 1910 wurde dann die heutige Schule an der Stelle eines alten Presshauses errichtet, welches 1987 generalsaniert und umgebaut wurde. In den Jahren 2013-2014 wurde das Gebäude auf einen vierklassigen Schulbetrieb adaptiert und um eine Turnhalle erweitert, die als Mehrzweckhalle genutzt wird.
Aber auch in Walpersdorf gab es früher eine Schule. Gräfin Anna von Falkenhayn holte 1884 einige Klosterschwestern nach Walpersdorf, die im Haus Walpersdorf Nr. 16 Kindergartenkinder beaufsichtigen sollten und den Schulmädchen Handarbeitsunterricht erteilten. Das Gebäude wurde als Kindergarten verwendet, bis 1971 der heutige Kindergarten in Inzersdorf eröffnet wurde.
Die beiden Volksschulen in Inzersdorf und Getzersdorf waren seit 1986 im Schulverband zusammengeschlossen. Bis zur Schulzusammenlegung im Jahr 2014 wurden abwechselnd zwei Klassen in Inzersdorf und zwei Klassen in Getzersdorf unterrichtet.
Über die Geschichte der beiden Volksschulen in der Gemeinde Inzersdorf und Getzersdorf, wurde 1988 eine umfangreiche Festschrift verfasst.