Schloss Walpersdorf

Schloss Walpersdorf

Schloss Walpersdorf GdeInzGetz

Schloss Walpersdorf befindet sich im Privatbesitz der Familie Lederleitner und vereint an diesem geschichtsträchtigen Ort stilvolles Wohnen, Kulinarik, Kultur und Handwerkskunst unter einem Dach. Besucher erwartet ein vielfältiges Erlebnisangebot:

  • Lederleitner HOME – Entdecken Sie inspirierende Wohnkonzepte, exklusive Möbel und Accessoires sowie individuelle Einrichtungsberatung. Im Schloss präsentiert Lederleitner HOME das gesamte Spektrum – von großen Einrichtungsideen bis hin zu den kleinen Details, die ein Zuhause besonders machen. Lederleitner Home Schloss Walpersdorf
  • Kulinarik im Schloss Walpersdorf- genießen Sie regionale und saisonale Küche in einzigartigem historischem Ambiente Kulinarik im Schloss Walpersdorf
  • Kultur im Schloss Walpersdorf – Konzerte, Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen machen das Schloss zu einem lebendigen Treffpunkt für Kunst- und Kulturinteressierte Kultur im Schloss Walpersdorf
  • Handwerkskunst im Schloss Walpersdorf – Erleben Sie hochwertiges Kunsthandwerk und besondere Designobjekte in einem außergewöhnlichen Ambiente Handwerkskunst im Schloss Walpersdorf

Lederleitner Schloss Walpersdorf


Konzerte im Schloss Walpersdorf - Kulturfreunde Schloss Walpersdorf

Der Verein „Kultur Schloss Walpersdorf“ hat sich zum Ziel gesetzt, diesen außergewöhnlichen Ort mit Musik und Kunst in Verbindung mit Kulinarik zu bereichern. Inmitten der liebenswerten Landschaft des Traisentales entsteht ein besonderes kulturelles Zentrum für alle, die Freude an den schönen Dingen des Lebens haben und besondere Erlebnisse über Kunst erfahren wollen.

Die Aktivitäten werden vom künstlerischen Leiter und dem Vereinsvorstand entwickelt und getragen. Als wesentlicher Unterstützer des Vereines fungiert der „Club der Kulturfreunde Schloss Walpersdorf“ - Kultur im Schloss Walpersdorf


Auszug aus der Geschichte von Schloss Walpersdorf

Das mächtige Renaissanceschloss Walpersdorf – das imposanteste Bauwerk in der Gemeinde – vermittelt mit seiner wehrhaften baulichen Anlage einen Eindruck von der ereignisreichen Vergangenheit des Ortes:

Einer der damals reichsten Adeligen des Landes, Freiherr Helmhard Jörger, der sogar dem Kaiser Geld geliehen hatte, baute 1572 bis 1619 das damals kleine Schloss Walpersdorf zu einem stattlichen Renaissancebau aus. Dazu gehören Verwalterhaus, Försterwohnung neben dem Rittersaal, der „Rote Hof“ mit dem Gartenturm sowie der Wassergraben, welcher früher mit Wasser gefüllt war und sowohl der Verteidigung als auch der Fischzucht diente. Der Baubeginn 1577 ist an den vier Säulen des Einganges angegeben. Die Jahreszahl 1619 auf einem Kamin des Roten-Hofgebäudes bezeichnet das Ende des Umbaues. 

Um 1590 wurde auch die Schlosskapelle als protestantisches Bethaus errichtet. Auch der Meierhof, die Umfassungsmauern, die Tore, der Prangerritter auf der steinernen Säule mit dem Schild und dem Jörgerwappen, wurden in dieser Zeit aufgebaut.

Später, als sich die Jörger in der Zeit der Glaubensspaltung an einem Umsturzversuch gegen Kaiser Ferdinand II.  beteiligten, verloren sie ihre Besitzungen.

Daraufhin wurde Kaiserin Eleonora im 30-jährigen Krieg Eigentümerin des Schlosses, in dem sie sich auch gerne aufhielt.

Das heutige Aussehen erhielt das Schloss in der Zeit um 1670 durch Graf Georg Ludwig Sinzendorf. Von ihm stammen der Rittersaal, die Verbindungsteile zwischen Schlosskapelle und Schlossgebäude, die Lorettokapelle, der Umbau der Schlosskapelle und der Fasangarten außerhalb des Ortes. Die fünfeckigen Türme, in denen Fasane gezüchtet wurden, erhielten prächtige Kamine im sogenannten venezianischen Baustil.

Im Rittersaal entstand das erste planmäßig angelegte Industrieunternehmen des Landes, eine Seidenweberei. Die Büsten oberhalb der Fenster an der Außenseite des Rittersaales stellen die römischen-deutschen Kaiser und Könige aus dem Hause Habsburg dar. 

1689 wurde die Fürstin Maria Antonia Montecuccoli Besitzerin von Schloss Walpersdorf. Die gutherzige Fürstin stiftete zwei Klöster in St. Pölten, das Kloster und die Kirche der Karmeliterinnen und das Franziskanerkloster am Rathausplatz. Aber auch in Walpersdorf trat sie durch Freigebigkeit und Mildtätigkeit hervor. Da die Fürstin keine Kinder hatte, bestimmte sie ihre nächsten Verwandten, die Grafen Colloredo-Wallsee, 1738 als Erben von Walpersdorf und den dazugehörigen Besitzungen. 

1898 erbte Graf Franz Falkenhayn Schloss Walpersdorf. Er war nach der Gründung der Hilfsgemeinschaft des Roten Kreuzes durch Henry Dunant langjähriger Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes. Durch ihn kam der Rettungs- und Krankentransport, der vorher nur als Hilfe für Soldaten gedacht war, auch allen anderen Personen zugute. Für dieses großartige Werk ehrte ihn Kaiser Franz Josef mit dem Orden vom Goldenen Vlies. Nach seinem Tod 1898 erhielt die letzte Falkenhayn, Gräfin Maria, die Herrschaft vom Schloss. 

Gräfin Maria Theresia Ledochowska, eine Jugendfreundin der Gräfin Falkenhayn, gründete 1894 den Schwesternorden vom heiligen St. Petrus Claver in den Gräfin Maria Falkenhayn als Generaloberin eintrat. Der Orden setzte sich für die Afrikamission ein und bemühte sich durch Druck von Schriften um die Verbreitung des Christentums im schwarzen Kontinent. Die letzte Schlossherrin verstarb 1956 und übergab vor ihrem Tod Walpersdorf and den Missionsorden St. Petrus Claver Sodalität.


Schlosskapelle Walpersdorf

Nach der Errichtung um 1590 wurde die Kapelle um 1670 umgebaut. Sie erhielt eine gewölbte Decke mit einem Bild der Krönung Mariens. Auf dem barocken Hochaltar ist das Bild der Kreuzigungsgruppe angebracht, seitlich davon der hl. Petrus, der hl. Sebastian, der hl. Florian und der hl. Paulus. Ganz oben ist der hl. Georg dargestellt. Die drei Wappen weisen auf den damaligen Schlossbesitzer, Graf Sinzendorf, hin.

Die Lorettokapelle ist nach der Sage eine Nachbildung der ehemaligen Wohnstätte der heiligen Maria in Nazareth. An der Außenseite der Kapelle ist das Wappen der Grafen von Sinzendorf als Sonnenuhr aufgemalt.