NÖ Bildstockweg

Collage von einigen Bildstockmarterln  unserer Gemeinde

Collage von einigen Bildstockmarterln unserer Gemeinde ©GdeInzGetz

Kreuze und Bildstöcke in unserer Gemeinde

Der gemeindeeigene Niederösterreichische Bildstockweg ist ein rund 13 Kilometer langer Rundwanderweg welcher durch alle fünf Katastralgemeinden führt. Der Weg durch Weingärten und Wälder führt zu den Bildstöcken (nicht alle direkt auf dem Wanderweg liegend), Statuen und Kreuzen. Kurzbeschreibungen sind auf den Bildstöcken angebracht. 

Ein eigener Prospekt (Letztausgabe 1998) beschreibt 21 von den insgesamt 24 „steinernen Zeitzeugen“.

    Tabernitius-Breitpfeiler

                               
1. Tabernitius-Breitpfeiler 
 
Der große Breitpfeiler ist dem Pfarrer von Inzersdorf, 
Joachim Tabernitius, geweiht. In einer religiös
zerissenen Zeit, knapp vor Aubruch des 30-jährigen 
Krieges, verfocht Pfarrer Tabernitius gegen die 
Zeitströmung nbeirrt seinen kathlischen Glauben.
Er wurde von lutherischen Hauern erschlagen.
Seine scheidende Seele soll als hellglänzedne 
Kugel gegen den Himmel gefahren sein. 
Sein Körper gab angeblich nach 14-tägiger Aufahrung
keinen Verwesungsgeruch von sich.
Seine Grabsätte befindet sich im Benediktinerkloster 
Klein Mariazell. Zum Andenken wurde 1752
das kapellenartige Flurdenkmal errichtet.
 

 

  2. Ederdinger-Kreuz 

  

Das Kreuz ist ein typisches Grenz und Scheidewegkreuz.
Es kennzeichnet die Katastralgemeindegrenze
zwischen Ederding und Walpersdorf.

Ederdinger Kreuz

           

 Rotes Kreuz

    

 3. Rotes Kreuz 

  

An dieser Stelle soll ein Fleischhauer überfallen worden sein. Er konnte den Räubern aber entkommen und sich in einem Feld verstecken. Zum Dank ließ er ein Holzkreuz aufstellen. Im ersten Weltkrieg wurde das bereits verfallene Kreuz von russischen Gefangenen als Brennholz verwendet. Herr Brandl aus Walpersdorf ließ ein Kunststeinkreuz mit rot aufgelegten Marmorkreuz errichten.

  

  

 

 4. Annakreuz

An der Stelle des Krezes stand eine Buche. Als Graf von Walpersdorf vorbeiritt, sclug in den Baum ein Blitz ein und verschonte so den Grafen. Der Haushofmeister Ludwig Kowelsky, von der Gräfin Severin Colloredo-Wallsee, errichtete 1868 zum
Dank das Kreuz. Die Nischen enthalten Bilder auf Kupferblech mit den Heiligen: Anna, Maria, Leopold von Österreich, Stephan von Ungarn und Ludwig.

Annakreuz

 Brandlkreuz


  

5. Das Brandlkreuz

Im ersten Weltkrieg starben in Walpersdorf mehrere Personen an Blutvergiftung. Herr Brandl legte bei einem Baum mit einem Heiligenbild ein Gelübde ab. Er überlebte die Krankheit und stellte im Jahr 1918 zum Dank das Kreuz auf.


        

 6. Schoderböckkreuz 

    

Am 21. April 1875 starb Leopold Schoderböck im 18. Lebensjahr  vom Schlag getroffen, während der Arbeit in den Weinbergen.  1876 wurde das Marterl von Dechant Lechner eingeweiht.  Das Hauptbild stellt die Dreifaltigkeit von Karnabrunn und  darunter Jesus im Ölberggarten dar.  Es scheeint auch der Verstorbene auf, womit das Anliegen um  Aufnahme in die ewige Seligkeit sichtbar gemacht wird.


 Schoderböckkreuz

Johannes Nepomuk im Schloss Walp

  

 7. Johannes Nepomuk 

  

Johannes Nepomuk war der Beichtvater der Königin von Böhmen.  Er weigerte sich, König Wenzel von Böhmen  das Beichtgeheimnis preiszugeben. Daraufhin  ließ ihn der König einkerkern, folter und schließlich  in der Moldau ertränken. 1729 wurde Johannes Nepomuk  heilig gesprochen. Die fromme Schloßherrin,  Fürstin Maria Antonia Montecuccoli, ließ die  steinerne Figur nahe der Brücke des  Wassergrabens errichten. 


   8. Pranger 

  

Einer Sage nach stand der Pranger früher in Inzersdorf. Einem  Fürst von Walpersdorf gelang es angeblich, mit List diese  Prangersäule mitsamt der damit verbundenen Gerichtsbarkeit an sich  zu reißen: Er versprach der Gemeinde den Wald oberhalb des Dorfes, wenn man   ihm darüf das überlasse, was er mit sechs Pferden wegführen könne.  Die Inzersdorfer waren sich keiner so teuren Fuhre bewusst, die dem  Wert des Waldes gleichkommen könnte und gaben gerne die  Zustimmung zu dem rätselhaften Tausch.  Den geschichtlichen Tatsachen aber entspricht, dass Kaiser  Rudolf II. im Jahr 1578 Helmhart Jörger die Landgerichtsbarkeit für  Walpersdorf verlieh. 

 Pranger

 

Breitpfeiler beim Brandlkeller 

  

 9. Breitpfeiler beim Brandlkeller 

  

Dieses Denkmal mit einem Eisenkreuz und 
Herz-Marienbildern in der Nische, erinnert 

an ein Unglück mit einem Pferdefuhrwerk

  10. Pestkreuz 

  

Graf Georg Ludwig von Sinzendorf aus Walpersdorf ließ nach der  Pestzeit im Jahr 1679 dieses Kreuz errichten. Am Pfeilerschaft  sind die Marterwerkzeuge "Arma Christi" dargestellt, darüber die   Kreuzigungsgruppe mit Maria, Maria Magdalena und Johannes dem Evangelisten gemalt. Die Blechbilder enthalten die Heiligen Florian,  Leopold und Georg. Im Jahr 1956 wurde das Kreuz von einem  Leichenauto umgestoßen.

 Pestkreuz

Damböckkreuz

 11. Damböckkreuz 

  

 In erster Linie ist diese Säule als Lichtsäule,  etwa für Pesttote anzusehen.  In der Nische des Marterls brannte in den  Wintermonaten  ein Licht, das auch der  Orientierung  diente. Eine Nische zeigt  nach Walpersdorf  und eine nach Inzersdorf.

     

 12. Stockerkreuz 

 

Wegscheiden und Wegkreuze galten schon bei den Römern als  heilig. Im späteren Volksglauben galten Kreuzungspunkte als  Versammlungsort von Hexen oder als Stellen, an denen man  mit dem Teufel verkehren konnte. 

 Stockerkreuz

Marienbildstock

 

           

  13. Marienbildstock  

  

 Betonnachbildung eines Holzbildstockes.    Der Bildstock wurde im Jahr 1964 von    Herrn Lechner und Herrn Höblinger    in Beton    gegossen und aufgestellt. 

    

           

 14. Rampelkreuz 

  

Wegkreuz in der Feldried "Rampel" zwischen Kuffern, Anzenberg  und Inzersdorf. In den Nischen findet man die Bilder Maria mit  Kind und margareta Maria Alcouque der Begründerin der  Herz-Jesu-Verehrung

  

  

 

Rampelkreuz 

 Abgebrochenes Kreuz

     

 15. Abgebrochenes Kreuz 

  

 Das "abgebrochene Kreuz" gilt als Fronkreuz   und Markierun alter Herrschaftsgrenzen zwischen  Theyern und Getzersdorf.  Es lag lange Zeit abgebrochen am Boden,  bis es von der Reichersdorfer Feuerwehr  wieder aufgestellt wurde. Zur Verehrung Mariens  ist das Kreuz auch mit einem Bild,  Maria mit  Kind, geschmückt.

  

  

 16. Schmiedekreuz 

  

Es soll nach einem hefitgen Gewitterregen ein Mann von  Wassermassen aus dem Gießgraben erfasst und bis zur Stelle des  Schmiedekreuzes mitgerissen worden sein. Zum Dank seiner Rettung  ließ er dieses Kreuz aufstellen. Der Name leitete sich von der in  der Nähe befindlichen Schmiede ab. Das Flurdenkmal wurde zu  Ehren der Mutter Gottes errichtet.

 Schmiedkreuz

 

Türkenkreuz

 17. Türkenkreuz 

 

Das Kreuz erinnert an die furchtbaren Türkenkriege  und Raubzüge durch unsere Heimat.  Kaum ene Familie blieb von Raub und Tod verschont.  Das Schloss Walpersdorf blieb dank seiner Befestigung  unversehrt. Der 1687 errichtete Pfeiler enthielt früher  vermutlich Statuen in seinen Nischen.

Die Renovierung des Bildstockes erfolgte im Jahr 1983  aus Einnahmen des Theaterstückes "Bastian", das von  den Türkenkriegen 1683 handelt. 

 

 18. Bäckerkreuz 

 

In den Nischen des Pfeilers befinden sich drei Bilder: Maria von der  immerwährenden Hilfe, die Mutter Gottes, mit dem Stern auf der  linken Schulter als Zeichen ihrer Beziehung zum Messias und der heilige Josef mit dem Kind.  Die Form des Pfeilers deutet auf ein Pestkreuz hin. Die Bäume wurden 1987 vom Landeshauptman 

Dr. Erwin Pröll gepflanzt.

Bäckerkreuz

Bildstock-Sportplatz Getz

     

      

 19. Bildstock-Sportplatz-Getzersdorf 

 

Der Bildstock kennzeichnet eine

Weggabelung beim Hinautsweg.

 20. Halterkreuz 

 

Einer Sage nch soll im jahre 1410 die Pest gewütet haben, wobei  von der Bevölkerung des Ortes nur vier Männer diese Seuche überlebten. Die Schuld am Unheil gab man dem am Leben gebliebenen Halterknecht, da er die Toten mit dem Gesicht nach unten begraben hatte. Er wurde in den Kerker geworfen. Eine andere Sage besagt, dass der Halter in die eiserne Kuh (in der Volksschule Getzersdorf ausgestellt) gelegt und so aus dem Ort vertrieben worden sein soll. An der stelle des Kreuzes dürfte er dann infolge des Marterwerkzeuges verstorben sein. 

   

Johannes Nepomuk

 21. Johannes Nepomuk  Die hochwasserführende Traisen richtete öfters Schädern an. Der Heilige wird nicht nur gegen Wassergefahren angefufen, sondern auch um befruchtenden Regen, der vor allem um die Zeit des Festtages dieses Märtyrers (16. Mai) besonders wichtig ist. Im zweiten Weltkrieg wollten russische Soldaten den steinernen Heiligen zerstören, was ihnen jedoch nicht gelang. Bei der Instandsetzung bekam er dann eine Märtyrerpalme aus Blech in die Hand, sodass er in der linken Hand einen steinernen und in der rechten Hand einen eisernen Palmzweig hält. 
Sicher eine Kuriosität in Österreich.


22. Hellermarterl beim Sportplatz Inzersdorf (Neu)Hellerkreuz b Sportplatz Inzersdorf

Der Bildstock beim Sportplatz Inzersdorf ist dem geprüften Wundarzt und Chyrurg Maximilian Heller, welcher 1767 in Inzersdorf geboren und im Jahr 1809 im Alter von 42 Jahren „in der Point“ erfroren ist, gewidmet und wurde auf Initiative von der Urenkelin, Frau Ernestine Heller, im Jahr 1999 zum 190. Todestag aufgestellt. In den vier Nischen sind die Schutzpatrone des Hl. Lukas (Arztpatron), Hl. Christophorus (u.a. Patron im Straßenverkehr), Hl. Pankratius (Patron der Filialkirche Kuffern) und Hl. Petrus (Patron der Pfarrkirche Inzersdorf) ausgeschmückt mit Bildern Öl auf Metall.

Der von der Gemeinde zur Verfügung gestellte Platz wurde vom Bm Franz Maier (Bm der Maurerschule Langenlois) ausgependelt – es stellte sich heraus, dass der gewählte Platz ein Kreuzungspunkt ist, und zwar von der Inzersdorfer Kirche zur Kirche St. Andrä, ehemalige Stiftskirche von Augustiner-Chorherren.

23. Leonhard Marterl - Fam. Kaiser

Leonhard Marterl Fam. Kaiser

Im Jahr 2010 wurde ein privates Marterl der Familie Kaiser aus Wetzmannsthal anlässlich des 200-jährigen Bestandsjubiläums auf Eigeninitiative errichtet und feierlich eingeweiht. Die Errichtung erfolgte aus Dankbarkeit. In der Nische befindet sich eine Figur des Hl. Leonhard.


Marterl Straßenmeisterei




24. Marterl der Straßenmeisterei


Im Jahr 2017 wurde auf Initiative des damaligen Straßenmeisters, Herrn Gerhard Mistelbauer, ein Marterl in der KG Walpersdorf errichtet. Auf diesem befindet sich der Schriftzug „Landespersonalvertretung NÖ Straßendienst“. In der Nische ist eine Darstellung des Hl. Christophorus, des Schutzpatrons der Autofahrer, angebracht.